Impellerpumpen
KIESEL Impellerpumpen sind trocken selbstansaugende Rotationspumpen. Sie vereinen in sich die Eigenschaften von Kreisel- und Verdrängerpumpen.
Das Arbeitsprinzip ist ganz einfach. Das rotierende Teil der Pumpe ist ein flexibles Laufrad (Impeller), welches aus einem elastomeren Werkstoff hergestellt wird. Dieses Laufrad dreht sich in einem Gehäuse mit einer exzentrischen Ausformung. An dieser Stelle werden die einzelnen Flügel des Laufrades stark umgebogen, wodurch es zu einer Verdrängung des Volumens zwischen den Flügeln kommt.
Auf der Saugseite gehen die Flügel durch Eigenspannung auseinander. Der Saugraum vergrößert sich. Es entsteht ein Vakuum, wodurch die Pumpe selbstständig trocken ansaugt. Auf der Druckseite werden die Flügel zusammengedrückt. Die Zwischenräume werden kleiner und entleeren sich.
KIESEL Impellerpumpen weisen einen kontinuierlichen pulsationsfreien Förderstrom auf. Die Förderrichtung kann ohne Schwierigkeiten umgekehrt werden. Der Wirkungsgrad der Impellerpumpen ändert sich dabei nicht.
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Den besten Wirkungsgrad erreichen die KIESEL
Impellerpumpen bei Drehzahlen zwischen 500 und 1.500 Upm. Höhere Geschwindigkeiten vermindern die Lebensdauer des Flügelrades stark. Bei geringeren Drehzahlen fällt wegen des "Schlupfes" zwischen Impeller und Gehäuse der Wirkungsgrad stark ab.
Die Drehzahl der Pumpen ist stark abhängig von der Homogenität, der Viskosität und der Abrasivität des Fördermittels.
Die Impellerpumpen sind selbstschmierend. Da ohne Schmierung zwischen Impeller und Gehäuse schnell Reibungswärme entsteht, darf die Impellerpumpe nur kurzzeitig trocken laufen. Der Ansaugvorgang muß innerhalb von 30 Sekunden abgeschlossen sein. Nach der Benetzung des Impellers durch das Fördermedium ist ein längerer Trockenlauf möglich.
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Vorteile und Eigenschaften
- sehr einfache Konstruktion, wenig Bauteile
- schnelle Demontage
- leichte Reinigung
- kompakte Bauform, geringes Gewicht
- trocken, selbstansaugend bis 5 m WS
- Flüssigkeiten mit Festkörpereinschlüssen werden problemlos gefördert
- viskose Flüssigkeiten bis 5000 Ps können gefördert werden
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Bauarten
- Pumpe in Lagerbockausführung mit freiem Wellenende
- Pumpe in Blockbauform tragbar mit Fuß
Größen IP 1 bis IP 3
- Pumpe in Blockbauform auf Fahrgestell
Größen IP 1 bis IP 30
- Pumpe in Blockbauform auf Grundplatte
- Pumpe mit Lagerbock, Kupplung und Antrieb auf Grundplatte
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| Einsatzgebiete
Die KIESEL Impellerpumpe ist die robuste universelle Pumpe für den sporadischen, wechselnden Einsatz, bei dem verunreinigte dünnflüssige und hochviskose Flüssigkeiten trocken angesaugt und gefördert werden. Als transportable Pumpe mit Schläuchen wird die KIESEL Impellerpumpe häufig eingesetzt, da die Pumpe auch Luft fördert und durch die leeren Schläuche ansaugt.
Getränkeindustrie: Most, Wein, Spirituosen, Bier, Hefe, Milch, Molke, Obstsäfte, Konzentrate
Lebensmittelindustrie: Sauerteig, Suppen, Ketchup, Senf, Öle
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Chemie - Kosmetik: Säuren, Alkohol, Dispersionen, Pasten, Laugen, Waschmittel, Tinkturen, Farben,
Leim, Kühlmittel, Salzlösungen
Landwirtschaft - Garten: Bewässerung, Teich- und Schwimmbadabsaugung
Abwasser - Galvanik: Galvanimschlämme, Galvanikbäder, Abwasser
Wertkstatt: Öl, Bohremulsionen, Kühlwasser usw.
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| Druckregulierung
Durch
einen Bypass am Pumpengehäuse kann eine
Druckregulierung vorgenommen werden. Bei geöffnetem
Bypass fließt ein Teil der Fördermenge vom
Druckstutzen zum Saugstutzen der Pumpe zurück.
Dadurch kann die Pumpe in der Förderleistung
bis auf 0 gedrosselt werden. Es sind folgende
Bypassarten lieferbar.
Bypass
im Deckel: In der vorderen
Anlaufscheibe der Pumpe ist der Bypass
integriert. Mit Hilfe eines Handrads wird im
Deckel eine Verbindung vom Druckstutzen zum
Saugstutzen der Pumpe geöffnet. Dieser
Bypassdeckel ist für sämtliche Pumpengrößen
erhältlich.
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Bypass
mit Absperrventil: Zwischendruck-
und Saugstutzen ist ein Absperrventil mittels
Rohrverbindungen angebracht.
Bypass
mit federbelastetem Eckventil: Zwischen
Druck- und Saugstutzen ist ein einstellbares,
federbelastetes Eckventil mittels
Rohrverbindung angebracht. Das Eckventil ist
durch die Feder immer geschlossen und wird nur
durch den eingestellten Druck im Druckstutzen
geöffnet.
Dieser
Bypass muss zum Ansaugen der Pumpe nicht extra
geschlossen werden. |
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Trockenlaufschutz
Die
Impeller dürfen nicht trocken laufen. Um
einen Trockenlauf zu vermeiden, schaltet
eine Temperatursonde im Pumpengehäuse die
Pumpe aus.
Als
weitere Trockenlaufschutzeinrichtungen
werden konduktive Trockenlaufschutz (nach
dem Leitfähigkeitsprinzip) und
Vibrationsgrenzschalter je nach Fördermedium
eingesetzt.
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KIESEL-Funkfernsteuerung
Das
Netzkabel der Pumpe wird an die
Funkfernsteuerung angeschlossen. Mit der
Fernbedienung lässt sich die Pumpe ein- und
ausschalten.
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